ELVIS, MABRO & NEW YORK

JUNI 2013

 

Unser schon zur jährlichen Tradition gewordener Städteurlaub führte uns heuer für 8 Tage nach New York. In eine Stadt die man einfach gesehen haben muss. Auch werden diese Urlaube traditionell von mir verbunden mit einer Suche nach Elvis-Spuren. An dieser Stelle möchte ich ausdrücklich meiner lieben Frau einen großen Dank aussprechen die in diesen 8 Tagen schon eine gehörige Portion Geduld aufbringen musste. Und ich sprech dabei nicht von den über 1.800 von mir geschossenen Fotos. Ich meine damit mein kleines aber doch recht feines Elvis-Programm siehe weiter unten. Das aber auch für Abwechslung sorgte. Unvergesslich die Szenerie bei Sony wo ich im Sony Building mit Sony telefonierte! Auch das ertrug meine liebe Frau mit Fassung und sogar anschließend mit lobenden Worten an mich dass ich das gar nicht mal so schlecht gemacht habe. O.K. auch meine neue Visitenkarte kam wieder zum Einsatz und hinterließ Spuren im Big Apple. Ich hoffe jedenfalls dass euch mein Blick auf New York aus der Sicht eines Elvis Fan gefällt.

 

Ed Sullivan Theater - 1697 Broadway

Das Theater wurde vom Architekten Herbert J. Krapp entworfen, zwischen 1925 und 1927 durch Arthur Hammerstein errichtet und erhielt anfangs den Namen "Hammerstein´s Theatre". 1931 wurde Arthur Hammerstein insolvent und veräußerte das Theater. Am 8. September 1931 feierte man die Neueröffnung unter dem Namen "Manhattan Theatre" ehe man am 21. Juni 1934 in Anlehnung an Billy Rose das Theater nun "Billy Rose´s Music Hall" nannte. Am 14. Februar 1936 kehrte man zum Namen "Manhattan Theatre" zurück und ab 1936 unter dem neuen Eigentümer "Columbia Broadcasting System" (CBS) wurde daraus "CBS Radio Playhouse No. 1" und ab 1950 das legendäre "CBS Studio No. 50" ("The Jackie Gleason Show", "The Dorsey Brother´s Stage Show"). Von 1948 bis 1971 war das Theater das Fernsehstudio für "The Ed Sullivan Show". Auch die Sendung "The Merv Griffin Show" entstand in diesem Studio. In den 60er Jahren war das "Studio 50" jedenfalls eines der angesagtesten Stages. Legendär auch der erste Auftritt der Beatles in den Vereinigten Staaten an eben dieser Location. Die äußerst erfolgreiche Ed Sullivan Show war auch Grund dafür dass das Theater ab 1967 in "Ed Sullivan Theater" umbenannt wurde. Seit 1993 wird im Theater die Sendung "Late Show" mit David Letterman übertragen. 2005 wurde das Theater im Zuge einer 4-monatigen Umbauphase fit für "High Definition Television" gemacht. Zwischendurch fanden aber auch Live Konzerte statt wie z. B. von Sir Paul McCartney, Eminem und Jay-Z.

Fotos "Ed Sullivan Theater"

 

Hudson Theatre - 145 West, 44th Street

Entworfen von den Architekten J. B. McElfatrick, Israels & Harder im Jahre 1903, gebaut vom Theaterproduzenten Henry B. Harris und nach seinem Tod auf der RMS Titanic gemanagt von seiner Frau öffnete am 19. Oktober 1903 seine Pforten. In den 30er bis 50er Jahren wurde es als Radio und TV-Studio verwendet. Von 1934-37 als CBS Radio Playhouse. 1950 wurde das Theater von NBC gekauft. 1954 wurde es die Heimat der Originalversion von "The Tonight Show" mit Host Steve Allen. 1956 wurde Abraham Hirschfeld der neue Besitzer. In den 60ern als Theater geführt fand ab 1974 die Umwandlung in ein Kino statt. 1980 wurde aus dem Hudson Theatre der "Savoy Rock Club". 1987 wurde dem Gebäude der Landmark Status verliehen und der neue Besitzer Henry Macklowe, der die angrenzenden Gebäude in ein Luxus Hotel verwandelte nutzte das Theater als Konferenzzentrum und Auditorium. 1995 schließlich der letzte Eigentümerwechsel. Millennium & Copthorne Hotels kaufte nicht nur das Hotel sondern auch das Theater. Auch heute noch wird es für Konferenzen oder Partys genützt. Aber auch für Stand-up Comedy Shows welche im "Comedy Central Cable Network" ausgestrahlt werden.

Fotos "Hudson Theatre"

 

Warwick Hotel - 65 West, 54th Street

William Randolph Hearst ließ 1926 für $ 5 Millionen das 36stöckige "Warwick New York Hotel" bauen nicht nur für seine damalige Mätresse Marion Davies sondern vor allem um seine Hollywoodfreunde standesgemäß unterzubringen. Für Marion Davies ließ er ein Stockwerk speziell designen. Das Hotelrestaurant "Murals on 54" zeigte Wandgemälde des amerikanischen Illustrators Dean Cornwell. Im Zuge der Generalsanierung 2004 wurden diese auch wieder in den Originalzustand versetzt. The Warwick ist auch das Heim der "Randolph´s Bar & Lounge" deren Leitmotiv "Rosebud" Bezug nimmt auf den Nickname von Marion Davies. Warwick International Hotels, gegründet 1980, ist der jetzige Eigentümer des Hotels. Prominente Gäste des Hotels neben Elvis (1956 und 1957 - auch das Interview mit Robert Carlton Brown vom 24.03.1956 mit Elvis wurde im Warwick aufgenommen) waren u.a. James Dean, Jane Russell, Elizabeth Taylor. Schauspieler Cary Grant lebte überhaupt für 12 Jahre hindurch in diesem Hotel in seiner eigenen Suit mit sensationeller Aussicht über New York. Muss man gesehen haben (--> Link: www.warwickhotelny.com Rubrik: "Virtual Tours"). Aber auch die Beatles als sie das erste Mal zu Besuch in den USA waren stiegen in diesem Hotel ab. Im September 2011 und 2012 war der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad und seine Delegation für die "UN General Assembly" zu Gast im Warwick.

Fotos "Warwick Hotel"

 

Paramount Theatre - 1501 Broadway

Paramount Picture eine der amerikanischen major Motion Pictures Companies baute sein Headquarter neben einem Cinematic Theatre um $ 13,5 Millionen an der Adresse 1501 Broadway. Damals das höchste Gebäude am Times Square. Paramount Präsident Adolph Zukor logierte übrigens bis zu seinem Tode im Jahre 1976 in seinem Büro. Das Paramount Theatre öffnete am 19. November 1926 seine Pforten nach einer Laudatio des Bürgermeisters und anderen Ehrengästen. Es folgte ein Programm von Music & Stage Shows. Unter den Gästen an diesem Eröffnungsabend u.a. Thomas A. Edison. Das 3.664 Sitze fassende Auditorium beherbergte auch die größte Theater Orgel gebaut von der Wurlitzer Company. Es gelang übrigens in der Eröffnungswoche ein Box Office Record der Stadt in Höhe von $ 80.000,--. Neben den gezeigten Filmen begann man auch Live Musik zu bringen. So u.a. von Benny Goodman, Tommy Dorsey, The Andrew Sisters, Glen Miller, Billy Eckstine, Frank Sinatra, Dean Martin und Jerry Lewis. In den 50ern wurden vom Promotor Alan Freed live Rock´n´Roll Shows präsentiert. Am 15. November 1956 fand in diesem Theater die Premiere von Elvis´ erstem Spielfilm "Love Me Tender" statt. Am 21. Februar 1966 nach der Vorstellung des James Bond Films "Thunderball" schloss das Theater und wurde nach dem Eigentümerwechsel in Form der "The New York Times Company" umgewandelt zur Bürofläche für "The New York Times". Heute ein Bürogebäude beherbergt es u.a. das "Hard Rock Cafe".

Fotos "Paramount Theatre"

Fotos "Hard Rock Cafe"

 

Penn Station - 34th Street between 7th & 8th Ave

Die Pennsylvania Station (umgangssprachlich kurz Penn Station) ist ein Durchgangsbahnhof im Westen des New Yorker Stadtbezirks Manhattan. Die Pennsylvania Railroad (PRR) hatte Ende des 19. Jahrhunderts keine direkte Verbindung nach Manhattan, im Gegensatz zur New York Central Railroad mit dem 1913 eröffneten Grand Central Terminal in der 42. Street. Passagiere mussten in Jersey City auf eine Fähre umsteigen. Ab 1904 wurde der Bahnhof gebaut und 1910 eingeweiht. Er war vom bekannten Architektenbüro McKim, Mead & White entworfen worden und galt als Meisterwerk des Beaux Arts Stils. Die Kosten beliefen sich nach damaliger Währung samt Tunnelbaukosten auf $ 114 Millionen. Der Bahnhof kombinierte rosa Granit und eine Fassade mit Säulenkolonnaden im griechisch-römischen Stil mit Bahnhofshallendächern aus Stahl und Glas. Die Haupthalle war eine der damals größten Hallen der Welt. Der Bahnhof umfasste 3,2 Hektar. 1963 begann der Abriss im Auftrag der PRR trotz heftiger Kritik der New Yorker, die zur Gründung einer Bürgerbewegung zum Denkmalschutz führte, die durch eine erfolgreiche Kampagne für geänderte Gesetze Ende der 70er Jahre den ebenfalls vorgesehenen Abriss des Grand Central Terminal verhinderte. Über dem Bahnhof wurde ab 1963 der heutige Madison Square Garden gebaut, das Hochhaus Pennsylvania Plaza und andere Gebäudekomplexe. Fertiggestellt wurde die neue Penn Station 1968 und verfügt seither über 21 Gleise, von denen einige von der "Long Island Railroad" aber auch von Pendlerzügen von "New Jersey Transit" und den Fernzügen der "Amtrak" bedient wird.

Fotos Penn Station

 

Madison Square Garden - 4 Pennsylvania Plaza

Was viele von euch vielleicht nicht wissen ist dass der Madison Square Garden (MSG) auf eine 134jährige Geschichte zurückblickt. Es gab insgesamt vier Gardens, wobei der erste Garden am 30. Mai 1879 eröffnet wurde. Ursprünglich gebaut als Radsportarena diente er auch als Zirkusarena. Nach Abriss des ersten Gebäudes wurde am selben Ort (Ecke 26th Street und Madison Avenue) 1889 der zweite MSG errichtet. Er enthielt eine Konzerthalle, ein Theater und einen Dachgarten. Nachdem er 1925 abgerissen worden war wurde der dritte MSG an der 8th Avenue auf dem Block zwischen 49th und 50th Street in 249 Tagen errichtet. Bauherr war der Boxpromoter Tex Rickard. Und MSG III erlangte eben durch spektakuläre Boxveranstaltungen Berühmtheit. Die größte Zuschauerzahl (23.190) der bisherigen vier Gardens wurde am 17. Jänner 1941 erreicht als Fritzie Zivic erfolgreich seinen Titel im Weltergewicht gegen Henry Armstrong verteidigte. Neben den Boxveranstaltungen fanden im MSG III auch sieben NCAA Men´s  Basketball Meisterschaften zwischen 1943 und 1955 sowie die NBA All-Star Spiele in den Jahren 1954 und 1955 statt. Als er abgerissen wurde bestand die Absicht an seiner Stelle das höchste Gebäude der Welt zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte und anstelle des höchsten Gebäudes wurde lediglich ein Parkhaus errichtet. 1989 schließlich erbaute man an dieser Stelle dann doch noch ein Hochhaus. Das Worldwide Plaza.

Vor dem Bau des vierten Madison Square Gardens musste 1963 zunächst ein altes Traditionsgebäude, nämlich die Penn Station (siehe oben), abgerissen werden. Der Madison Square Garden wie wir ihn heute kennen wurde am 11. Februar 1968 eröffnet. Die Gesamtbaukosten betrugen $ 1,1 Milliarden und so wurde er zu einem der zehn teuersten jemals gebauten Stadion Venues. Im MSG tragen sowohl das Basketballteam der "New York Knicks" als auch das Eishockeyteam der "New York Rangers" ihre Heimspiele aus. Der MSG bietet bei Spielen der "Knicks" 19.763, bei Eishockeyspielen der "Rangers" 18.200 Zuschauern Platz. Der MSG IV wurde aber auch legendär als Austragungsort von geschichtsträchtigen Boxveranstaltungen und Live-Konzerten. Elvis erster Auftritt in New York gipfelte in 4 ausverkauften Shows im Madison Square Garden zwischen 9. und 11. Juni 1972. Legendär auch George Harrison´s "The Concert For Bangladesh". Bei der Gelegenheit noch 2 Rekorde in musikalischer Hinsicht: Mit insgesamt 62 Shows im MSG hält Elton John den Auftrittsrekord. Die meisten Shows in Folge, nämlich unglaubliche 12 ausverkaufte, gab 2006 Billy Joel im Rahmen seiner Tournee die ihn auch nach Europa führte. Die Arena wird aber auch für Special Events wie Tennis- oder Zirkusveranstaltungen genützt und ist die einzige Arena die nach dem Split der Beatles von allen früheren Bandmitgliedern einzeln bespielt wurde. Derzeit - wir schreiben Juni 2013 - wird der MSG umfangreich renoviert (u.a. größerer Eingangsbereich, interaktive Kioske, neue Lichtanlage samt LED Video System mit HDTV, neue Sitze, mehr Essensbereiche). Vom Baufortschritt konnte sich der Schreiber dieser Zeilen vor Ort ein Bild machen. Einziger Wermutstropfen: Im Juni 2013 fanden daher keine Veranstaltungen statt. Soll heißen: Ich komme wieder. Keine Frage 

Ticket - 11. Juni 1972

Fotos Madison Square Garden

Historische Fotos - Madison Square Garden I - IV

 

Sony Music Headquarter - 550 Madison Avenue

Das Sony Building wurde von Philip Johnson (siehe Foto) und John Burgee 1979 entworfen und nach dem Baubeginn 1981 schließlich 1984 fertiggestellt. Das 197 Meter hohe 37 Stockwerke umfassende Gebäude, mit rosafarbenem Granit verkleidet, wurde ursprünglich als Zentrale für "AT&T" gebaut und genutzt und gilt als eines der Hauptwerke der Postmoderne. Mit seiner Silhouette weicht es als markantes Zeichen von den bis dahin gebräuchlichen Stahl-Glas-Boxen der Moderne ab. Am beeindruckensten für mich aber das über 7 Stockwerke hinausragende Eingangsportal. Muss man gesehen haben. 2002 von Sony für $ 236 Millionen gekauft wurde es in weiterer Folge auch das internationale Headquarter der Firma. Im Gebäude können Besucher das "Wonder-Technology-Land" besuchen. Dort wird auf vier Stockwerken die Geschichte der technischen Kommunikation aus der Sicht Sonys dargestellt. 

Fotos Sony Music Headquarter

 

Abschließend möchte ich euch an dieser Stelle noch ein paar Fotos zum Thema "Elvis-Sichtungen" in New York nicht vorenthalten.

Fotos Elvis-Sichtungen

 

 


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