Automobil Salon

 

Pressefoto 1973

 

 

 

Dino 208 GT4

 

 

308 GT4 "Rainbow"

308 GT4 NART

 

 

 

 

 

 

 

 

Ferrari Dino 308 GT4 - Brief History

Der neue Dino, der auf dem Pariser Salon im Oktober 1973 vorgestellt wurde, brach klar mit dem Vorgänger 246, der noch bis Juli 1974 gebaut wurde. Die einzige Gemeinsamkeit war der querliegende Mittelmotor. Ansonsten war der 308 GT4 ein komplett neues Modell. Der Motor, ein leicht legierter 90° V8 mit vier Weber-Vergasern brachte es auf 256 PS. Die Maschine war auf einem für Ferrari typischen, geschweißten Rohrrahmen montiert, ähnlich dem Rahmen des 246, von dem er sich die Antriebseinheit, ungleich lange A-Arm Radaufhängungen und Scheibenbremsen entlieh. Er hatte allerdings einen um 210 mm längeren Radstand von 2.550 mm, was den Einbau von zwei Notsitzen möglich machte, trotz der zentralen Platzierung des Motors.

Die größte Überraschung war aber die Karosserie von Bertone. Dazu muss man wissen, dies war der erste Ferrari, der nicht von Pininfarina entworfen worden war. Bertone hatte zuvor erst drei Spezialmodelle gebaut: ein 116 Inter Cabriolet (1951) und zwei Coupes (1960 und 1962) basierend auf dem 250 GT. Bertone war bei dem 308 GT4 allerdings nur für das Design zuständig, gefertigt wurde der Wagen vom hauseigenen Karosseriebauer Scaglietti. Einen 2+2 auf einem Mittelmotor Chassis zu entwerfen war allerdings eine undankbare Aufgabe für Bertone.

Marcello Gandini, der zu dieser Zeit bei Lamborghini für das Design zuständig war, verwendete dasselbe Rezept für den Lamborghini Urraco, an dem er gerade arbeitete. Doch weder der Urraco noch der 308 GT4 wurden gebührend gewürdigt.

Ferrari Dino 308 GT4 - Entwicklung

Im März 1975 erschien die 2 Liter-Version, der 208 GT4, speziell konzipiert für den italienischen Markt, da in Italien Motoren mit mehr als 2 Litern hoch besteuert wurden. Der V8 Motor hatte jetzt nur noch 170 PS. Der Wagen ist leicht zu erkennen, da bei ihm die Nebelleuchten unter der vorderen Stoßstange fehlen. Außerdem hat er nur einen Auspuff und etwas schmalere Reifen. Bis Mai 1980 wurden 840 Exemplare hievon gebaut.

Im Mai 1976 verschwand der Dino worauf der 208 und 308 GT4 an seine Stelle rückten. Zusätzlich zum Cavallino (dem Ferrari-Emblem) kann der neue 308 an seinem breiten Kühlergrill mit integrierten Nebelleuchten erkannt werden. Die einzige mechanische Änderung war die Zündung mit einer Spule statt zweien. Von 1974 bis März 1980 wurden 2.138 Ferraris vom Typ 308 GT4 hergestellt, dann wurde die Produktion eingestellt.

Bertone fertigte auf der Grundlage eines 308 GT4 ein Sondermodell, das 1976 auf der Turiner Show gezeigt wurde. Das Chassis war um 100 mm gekürzt. Es war vom Typ ein Targa. Sein Dach war leicht abzunehmen und konnte hinter den Sitzen verstaut werden. Die Möglichkeit, sich dadurch unverzüglich veränderten Wetterverhältnissen anzupassen, gab dem Wagen den Spitznamen "Regenbogen".

Es sollte noch erwähnt werden, dass Luigi Chinetti, der unermüdliche Ferrari-Promoter in den USA einen 308 GT4 1974 in Le Mans meldete. Jedoch musste der Wagen aufgeben. 1975 war der Wagen erneut gemeldet, doch die Kluft zwischen Chinettis NART und dem Automobile Club l Ouest, dem Rennveranstalter, war so groß, dass das gesamte amerikanische Team austrat.

 

Ferrari Dino 308 GT4 - Technische Daten

Motor: V8

Hubraum: 2.926 ccm

Leistung: 188 KW/256 PS

Nennleistung: 7.700 U/min

Antrieb: Heckantrieb

Schaltung: 5 Gang

Topspeed: 247 km/h

0-100 km/h: 6,8 Sekunden

Bereifung: Michelin 205/70 VR 14 radials

Länge: 4.300 mm

Breite: 1.710 mm

Höhe: 1.181 mm

Radstand: 2.550 mm

Gewicht: 1.150 kg

Verbrauch: 14-20 Liter/100 km

 


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