Nicht Richard Wagner stand an diesem Wochenende in der weltbekannten Festspielstadt Bayreuth im Mittelpunkt des Geschehens sondern Elvis Presley! Der gebürtige Bayreuther Markus Henfling wählte mit seinem Partner Roland Bär für diese Veranstaltung eine geschichtsträchtige Location. Nämlich den "Reichshof" in der Maximilianstraße. Seit den 20er Jahren Kino, in dem übrigens auch Markus Henfling sozusagen seine Jugendzeit verbrachte, schloss es 1999 seine Pforten. Seither im Dörnröschenschlaf wurde es im Jahre 2015 durch eine private Initiative als Kulturbühne wiedererweckt. Es muss für dich Markus schon ein tolles Gefühl an diesem Wochenende gewesen sein nunmehr "back to the roots" als Veranstalter zurückzukehren. Und eines gleich vorweg. Diese Location war der perfekte, stimmungsvolle Rahmen für die einzigartige Show  "Elvis - Die frühen Jahre" am 4.3. und 5.3.2016 mit Mark Summers und Special Guest Celeste Yarnall. Aber der Reihe nach:

Reichshof Kulturbühne - Bayreuth, Maximilianstraße 28

Ich hatte am 5.3. mittags schon die Gelegenheit das Team der "Reichshof Kulturbühne", die Veranstalter, Mark Summers, Celeste Yarnall und ihren Ehemann Nazim Artist im Bayreuther "Rotmaincenter" bei einem Kaffee kennenzulernen. Nach einer gemütlichen Plauderstunde samt Fototermin machte ich mich bereit für den nächsten Programmpunkt "Meet & Greet" im Reichshof um 15.00 Uhr.

 

Fotos - Pressetermin

Rotmaincenter, 05.03.2016, 13.00 Uhr

 

Der Programmablauf war wohldurchdacht. Zunächst gabs die Möglichkeit auf der Bühne aus der von Celeste mitgebrachten Auswahl an hervorragenden Bildern auch welche käuflich zu erwerben. Wobei das Preis-Leistungs-Verhältnis an dieser Stelle lobend erwähnt werden muss. Danach stand Celeste Yarnall für Autogramm- und Fotowünsche zur Verfügung. Natürlich wurden auch mitgebrachte Fotos von ihr unterschrieben. Sehr zur Freude von Michael und dem Schreiber dieser Zeilen. Wobei Celeste meine umfangreiche Kollektion lobend erwähnte und erstaunt war dass sich darunter auch ein Pressefoto aus dem Film "Live A Little, Love A Little" befand welches sie noch nicht kannte (siehe Foto). Nachdem wirklich alle Wünsche erfüllt wurden, dies alles geschah übrigens im lockeren Rahmen ohne jeden Zeitdruck, ging es nahtlos über zum nächsten Programmpunkt: "Talkrunde mit dem Special Guest Celeste Yarnall".

Fotos - Autogrammstunde

Celeste Yarnall erzählte uns an diesem Nachmittag ihren Werdegang vom Model und ihrer Karriere danach.  Von diversen TV-Serien bis hin zu Auftritten in Kinofilmen. Ein kleiner Auszug gefällig? "Star Trek", "Bonanza", "The F.B.I.", "Mannix", "Wild, Wild West", "Bewitched", "Columbo", "Melrose Place", "The Nutty Professor" mit Jerry Lewis, "A New Kind Of Love" mit Paul Newman, "The Velvet Vampire" für Roger Corman, "Born Yesterday" mit Melanie Griffith, "Fatal Beauty" mit Whoopie Goldberg oder "Funny About Love" unter der Regie von Leonard Nimoy und natürlich "Live A Little, Love A Little" mit Elvis wobei wir gleich beim Thema Dreharbeiten zu diesem Elvis-Film wären bei dem eigentlich der Produzent Celeste für die Hauptrolle vorgesehen hätte, die schließlich aber mit ihrer Freundin Michele Carey besetzt wurde mit der sie auch heute noch befreundet ist. Michele meidet allerdings die Öffentlichkeit. Lebt sehr zurückgezogen.

Celeste erzählte uns über ihr erstes Treffen mit Elvis am Set. Er tauchte im Studio aus dem Dunkel plötzlich auf. Ich war noch gar nicht mit der Maske fertig und für ein Treffen eigentlich noch nicht bereit. Unsere erste Szene war dann gleich die Kussszene. Elvis war ein guter Küsser nur diese Szene wurde zu etwas Speziellem. Elvis hörte nämlich nicht auf mich zu küssen obwohl die Szene bereits durch einen "Cut" Ruf beendet war. Auch nach dem Ertönen des Pausensignals und zurufen wie "das Mädchen braucht eine Pause und etwas zu essen" ließ sich Elvis nicht abhalten. Er nahm laut Celeste solche Anweisungen nicht gerne an und beendete die Szenerie so wie er sich das vorstellte und küsste sie weiter bis es für ihn passte. Die Studiobeleuchtung war da schon aus.

Fotos - Talkshow

Für Elvis gab es 2 einschneidende Ereignisse im Jahr 1968. Nämlich die Geburt seiner Tochter und das sogenannte 68´ Comeback Special vor dem Elvis laut Celeste Angst hatte ob er beim Publikum überhaupt noch ankommen werde. Vorbereitungen dazu gabs schon während der Dreharbeiten in Form einer Diät für Elvis. Einmal machte Celeste einen entscheidenden Fehler als sie das gleiche Essen wie Elvis bestellte. Es gab daraufhin einen Burger mit zu lang gebratenem Fleisch, verschrumpelten Erbsen und eine Scheibe Tomate. Für Sie war es das schlimmste Essen bisher.

Interessantes berichtete uns Celeste auch zu meinem Lieblingsthema "Elvis & Autos". Eines Tages erschien nämlich George Barris (Haus- und Hofveredler von Elvis´ Fuhrpark) mit einer Flotte von US-Cars am Set. Elvis meinte daraufhin zu Celeste sie solle sich einen Wagen aussuchen. Celeste erwiderte, dass sie schon ein Auto habe und sie kein weiteres benötige. Elvis sagte nur dass man auch 2 Autos haben kann. Ich möchte einfach nur deine Freundschaft sagte Celeste. Elvis war erstaunt und sehr emotional und meinte nur, dass er das nicht glauben könne, weil alle bis jetzt etwas von ihm haben wollten. Elvis fragte Celeste daraufhin was sie denn gerne haben würde und sie erwiderte nur: Ich möchte einfach nur dein Freund sein. Danach folgte eine innige Umarmung. Das Auto übrigens, das in der Szene des Films zu sehen ist, soll angeblich Elvis gehört haben. Celeste legt heutzutage großen Wert auf deutsche Qualitätsarbeit und fährt einen Mercedes. Ein Geschenk von Elvis gabs aber trotzdem für Celeste. Nämlich die Schallplatte vom "gemeinsamen" Lied "A Little Less Conversation". Nicht irgendeine Platte sondern die vom Set. Der Techniker wollte sie anfangs nicht hergeben da er sonst seinen Job verlieren würde. Elvis sagte ihm nur, dass er sich darüber keine Sorgen machen müsse. Bei der Filmszene bewegte Elvis übrigens nicht seine Lippen synchron zur fertigen Aufnahme. Er sang Celeste das Lied wirklich live vor. Das Lied wurde übrigens für Aretha Franklin geschrieben die den Song aber dann nicht wollte. Elvis griff am Set öfters zu Musikinstrumenten, war lustig und sang schon mal Mario Lanza. Er liebte die Stimmung am Set und die Dreharbeiten an sich. Hatte auch seinen Spaß mit dem Hund. Auch hatte Elvis die Gabe und hielt alle Frauen am Set bei Laune. Celeste fiel auch auf dass Elvis beim Reden einen Unterschied im Umgang mit einer Frau oder einem Mann machte. Bei einer Frau war er so "sensitiv". Er schätzte nicht nur das Aussehen einer Frau, sondern auch den Geist und Intellekt einer Frau. Er liebte übrigens auch die "Rheingold" Missen. Ein von der bekannten US-Brauerei "Rheingold Breweries" seit 1940 stattfindender Schönheitswettbewerb den Celeste Yarnall 1964 als 25. und Letzte für sich entscheiden konnte. Celeste berichtete uns von nicht weniger als 20.000.000 Votes die für ihren Sieg ausschlaggebend waren. Der Titel war sehr begehrt und hatte einen hohen Stellenwert. Auch Grace Kelly hätte den Titel gerne errungen. Gelungen ist es ihr allerdings nicht.

Markus Henfling & Roland Bär

Einen bewegenden Moment dieser Talkrunde möchte ich euch nicht vorenthalten. Zutiefst gerührt erzählte uns Celeste vom traurigsten Moment der Dreharbeiten. Sie war alleine mit Elvis in seiner Garderobe als gerade im Fernsehen die Übertragung der Begräbniszeremonie von Martin Luther King lief. Elvis war schockiert und weinte. Er wäre jetzt am liebsten dort und man müsse etwas unternehmen und dass er jede Rassendiskriminierung ablehne. In der Werbepause sang er dann in seiner Garderobe das Lied "Amazing Grace". Celeste meint schließlich uns gegenüber dass man es auch so wie Elvis sehen sollte. Nämlich, dass alle Rassen, Hautfarben, Religionen und Länder in Freundschaft leben sollten.

Auf die Frage aus dem Publikum ob sie Elvis nach den Dreharbeiten wiedergesehen habe zögerte Celeste zunächst, meinte nur dass wir ja hier eine kleine intime Runde seien und erzählte uns folgende Geschichte: Zu einer Zeit als Elvis und Celeste geschieden waren folgte ein Anruf, vermittelt von Joe Esposito, bei dem Elvis meinte dass er für Celeste einen Wagen schicken werde der sie dann zum Flughafen fährt. Der Flieger bringt dich dann zu mir nach Las Vegas und ich lasse dich nie mehr gehen sagte Elvis zu ihr am Telefon. Für Celeste war das alles zuviel und sie war auch noch nicht bereit für so eine "Lebensentscheidung". Sie hatte zum damaligen Zeitpunkt einen Colliewelpen mit dem sie nach diesem Telefonat außer Haus ging bis in die Dämmerung hinein um eine Entscheidung so lange wie möglich hinauszuschieben. Sie beschloss Elvis nicht mehr anzurufen. Von Elvis´ Tod erfuhr sie via Autoradio als sie mit dem Wagen auf dem Higway fuhr. Sie musste daraufhin rechts ranfahren und ließ ihrer Trauer freien lauf. Erst nach Elvis´ Tod erfuhr sie von Joe Esposito dass Elvis seinerzeit weiterhin erfolglos versuchte sie zu erreichen da er verrückt nach ihr war. Elvis fragte Joe damals warum sie denn nicht antwortet. Joe meinte zu Elvis nur, dass sie dich vielleicht nicht mehr sehen möchte. Das brach Elvis das Herz. Joe meinte zu Celeste, dass sie die einzige Frau war die sozusagen davongekommen war.

Markus Henfling - Celeste Yarnall - Roland Bär

Da bis zum nächsten Programmpunkt "Elvis die frühen Jahre" mit Mark Summers noch etwas Zeit blieb nutzten wir diese für ein Essen beim Italiener und das eine oder andere Gespräch und Getränk. Liebe Grüße an dieser Stelle an Irene und Andy. Nach einer Pizza so groß wie ein Wagenrad gings wieder zurück zum "Reichshof" und es folgte ein sensationeller Konzertabend mit dem Engländer Mark Summers. Mark war wie er uns erzählte bereits als Kind von Elvis´ Ausstrahlung und Charisma fasziniert. Für Celeste Yarnall ist er überhaupt der beste Elvis-Interpret. Marks erstes Engagement führte ihn nach Zypern. Danach kehrte er wieder nach England zurück wo er sich bald als einer der besten UK Elvis-Tributes etablierte. Mark konnte an diesem Abend nicht nur völlig in den div. Outfits überzeugen, sondern riss das Publikum im Saal förmlich mit. Da wurde eifrig mitgetanzt und mitgesungen. Beim Song "A Little Less Conversation" konnte auch Celeste Yarnall nicht mehr ruhig sitzen und tanzte am Balkon zu den Klängen. Hauptaugenmerk des Programms war natürlich, wie der Titel schon verrät, die frühen Jahre. Schön dass Mark auch das eine oder andere selten live gehörte Filmlied zum Besten gab. Der Bogen spannte sich dann aber doch auf Grund der zahlreich geforderten Zugaben bis zu "Burning Love". Mark musste jedenfalls noch öfters die stets bejahende Frage: MORE? ans Publikum stellen. Mark hielt es zwischen den Titeln auch nicht mehr auf der Bühne. Er suchte stets den Kontakt mit dem Publikum. Eine tolle, mitreißende Show die viel zu früh ihr Ende fand. Der Saal und glaublich ganz Bayreuth bebte an diesem Abend, der aber noch nicht zu Ende war. Abschließend gabs noch die Gelegenheit für ein Autogramm und gemeinsames Foto mit Celeste Yarnall und Mark Summers. Bei mir folgte schließlich der Ausklang an der Hotelbar. Übrigens hieß mein Hotel passenderweise "Rheingold". Einziger Wermutstropfen: Schönheitswettbewerb fand dort keiner statt. Obschon man die eine oder andere Schönheit erblicken konnte.

 

Konzertfotos - Elvis die frühen Jahre

Mark Summers

Resumee: Ein Event wie im Bilderbuch was Stimmung, Interpret, Location & Veranstalter betrifft. Ganz zu Schweigen vom Special Guest, der bezaubernden Celeste Yarnall die mit ihrem Ehemann Nazim - so wie der Schreiber dieser Zeilen übrigens ein Jahrgang 1963 - einfach eine mehr als nette Atmosphäre vermittelten. Und das Beste noch zum Schluss: Es wird auch 2016 ein "Elvis-Weekend" in Bischofsgrün von Markus Henfling geben! Stargast dieses bereits 11. Weekends (18.11.-20.11.2016) ist niemand geringerer als Dick Grob. Exklusiv beim "Elvis-Weekend" wird er in einer Talkrunde ausführlich über die Geschehnisse vom August 1977 berichten. Weiters im Showprogramm dabei Mark Summers, Mark Janicello und Colin Paul. Falls irgendjemand noch nichts über dieses "Elvis-Weekend" in Bischofsgrün gehört hat ist recht herzlich eingeladen auf meine Review vom 10. "Elvis-Weekend" einen Blick zu werfen (--> Link). Kleiner Tipp: Mit einer Buchung würde ich an eurer Stelle nicht allzulange warten sind doch die Plätze auf 160 Stück limitiert. MabrosELVISworld wird auch 2016 darüber berichten. Das ist aber dann eine andere Geschichte.

Aftershow Fotos

Markus Henfling - Celeste Yarnall - Mabro

Mark Summers & Mabro

Mabro & Markus Henfling

mit dem druckfrischen Hochglanzflyer für das Elvis-Weekend in Bischofsgrün

 

 

 

>> www.celesteyarnall.com

>> www.elvislegacy.com

 

 


Events - Home